Keltische Magie | Die keltische Tradition | Magie praktizieren I II

Keltische Magie praktizieren (Teil II)

Wichtig für das Einbehalten und Bündeln der gerufenen Energien ist der geweihte Kreis, der den Magier im Ritual umschließt, er bildet den Schutzwall nach außen. Ein Ritual zieht niedere Geistwesen an wie Motten das Licht und ohne den Schutzkreis könnte sie das Ritual empfindlich stören.
Im Ritual beschwöre ich oder rufe die göttliche Kraft herbei damit sie in mir selbst wirksam werden kann. Hierbei ist darauf zu achten nicht immer dieselbe Gottheit anzurufen, da sich sonst bestimmte Eigenschaften dieser Gottheit in der Persönlichkeit des Magiers festsetzen könnten.
Am Ende des Rituals entlasse ich die göttliche Kraft oder Wesenheit, so dass sie den von mir formulierten Auftrag ausführen kann und meine magische Arbeit sich manifestieren kann. Die Entlassung der Energien ist auch wichtig, damit ich hinterher wieder normal weiterleben kann, sonst trüge ich eine geballte Kraft in mir, die mich schnell zerstören würde (ein schwere Fehler, den schon viele Überhebliche mit ihrem Leben bezahlt haben).

Die rituelle Magie öffnet in Ihnen die kreative, schöpferische und intuitive Seite ihres Geistes, sie knüpft direkt an ihr inneres Selbst, dem Unterbewußtsein an. Je unmittelbarer, intuitiver und offener Sie an die Magie herangehen und je mehr Glauben Sie entwickeln können desto besser und direkter können sie zu den anderen Welten Kontakt aufnehmen. Der analytisch-logische Verstand verschließt sich den Energien und der magischen Arbeitsweise komplett. Die von Kindheit an programmierten Werte und Normen, das Einteilen in Erfolg und Misserfolg und die antrainierte Skepsis gegenüber allem Übernatürlichen machen das magische Arbeiten unmöglich. Nur durch bestimmte meditative Methoden kann diese Programmierung wieder umgedreht und positiviert werden und damit die Grundlage für das intuitive, kreative und emotionale Arbeiten mit Magie geschaffen werden.
Daher steht das moderne Weltbild im krassen Gegensatz zu dem keltischen Verständnis vom Wesen der Dinge. Für Menschen, die im herkömmlichen Sinn erzogen wurden und fest mit den Grundsätzen der heutigen Gesellschaft verbunden sind ist der Weg zur Magie weitestgehend verschlossen. Nur wenige schaffen es dem allem den Rücken zu kehren und sich auf eine ganz andere Sicht- und Lebensweise einzulassen. Magie ist nichts für eben mal zwischendurch, sie erfordert ein intensives Studium und viel, viel Übung!

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